ZOBEL – News 02/2021

ZOBEL – News 02/2021

ZOBEL – News 02/2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalten Sie die aktuellen ZOBEL – News 02/2021 zur aktuellen Lage in der Luft- und Seefracht. Für Exporte und Importe Asien sind die Schiffe unverändert sehr gut ausgelastet. Wir erhalten auch Informationen von Überbuchungen der aktuellen Seeschiffe. Die Seefrachtraten bleiben weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Restplätze sind nur zu hohen Tagespreisen zu haben.Neben der Knappheit an Schiffsraum fehlt auch vielerorts leeres Equipment. Die Marktentwicklung zeigt, dass nicht von künstlicher Verknappung die Rede ist, wie in der Vergangenheit. Diesmal ist es selbst für diese Jahreszeit vor den chinesischen Feiertagen die steigende Nachfrage an Verschiffungsmöglichkeiten und es ist zu viel Ladung ab China auf einmal im Markt.

Bei uns in Europa sieht es auch nicht gut aus. Bei Exportsendungen ist das Equipment sehr knapp. Wir haben immer wieder das Problem, dass uns Buchungen wegen fehlendem Equipment abgelehnt/storniert werden. Durch den Brexit sind Häfen überlastet. Die Folge: Abfahrten verzögern sich zurzeit bis zu 15 Tage. Bis zum Chinese New Year bleibt die Lage angespannt. Auch danach kann es dauern, bis die Rückstaus abgebaut sind.

Derzeit prüfen viele Reedereien, wie sie sich nach Chinese New Year aufstellen. Üblicherweise kommt dann der Nachfrageeinbruch. Dann Abfahrten reduzieren? Das wäre der übliche Marktmechanismus. Noch ist die Lage nicht absehbar.

Auch in Richtung Nordamerika und Mexiko sind Schiffe weiterhin voll. Reeder reagieren mit Zuschlägen. Leere Container sind auch für dieses Fahrgebiet „Mangelware„. In den USA sind einige Häfen überlastet. Das zieht Verzögerungen im Schienenverkehr (Inland Ramps) nach sich. Und LKW-Unternehmern fehlen Fahrer. Besonders Häfen der Westküste (Los Angeles, Long Beach oder Oakland) sind massiv überlastet. Kunden verlagern Lieferungen per Seefracht teils an die Ostküste (New York oder Norfolk).

Richtung Südamerika ist Platz an Bord bei den meisten Carriern gut vorhanden. Doch auch hier ziehen globale Ungleichgewichte Kreise. Nicht immer stehen sofort leere Container zur Verfügung.

Weltweit steigen Raten wieder an in der Luftfracht. Besonders nach Südamerika steigen die Preise deutlich und liegen schon wieder auf Peak Niveau aus dem 4. Quartal 2020. Die Auslastung der Flugzeuge nach China ist kurz vor den Feiertagen zu Chinese New Year deutlich gestiegen. Gleiches gilt für Importe aus China. Freie Plätze werden rar. Neben Knappheit und Engpässen in der Luft stockt es vielerorts am Boden. Die Handling Partner in Frankfurt brauchen bis zu zwei Tage nach ETA, um Sendungen zur Weiterleitung zu vereinnahmen.

In der Bahnfracht steigen die Raten auf den Bahnverbindungen von Europa nach China sowohl im FCL und LCL Bereich. Chinese New Year treibt die Preise für diese Verkehre weiter nach oben. Unpaarigkeit der Verkehre bewirkt Verknappung von Containern in China. Nach wie vor ist die Nachfrage für Importe aus Fernost deutlich höher als beim Export dorthin. Das treibt Preise für westgehende Container in die Höhe. Die Route dürfte Corona-bedingt auf unbestimmte Zeit unausgeglichen bleiben, wie Experten vermuten (Quelle: railfreight.com).

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte unser Air & Sea Team.

Mail: airsea[@]spedition-zobel.de

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